Pilotenschein für das Cockpit im Unternehmen

Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos. Die Art und Weise, wie ein Pilot sein Flugzeug zum Abheben bringt, enthält auch Lehren für Unternehmer und Leader in Organisationen, sagt Richard Sheridan. Er ist beides, Pilot und Unternehmer.

In einem spannenden Interview über sein jüngstes Buch Chief Joy Officer hatte ich Gelegenheit, mit Richard darüber zu sprechen, was ein Unternehmen ausmacht, das »Joy« ins Zentrum seines Daseins stellt. Joy wird im Allgemeinen »Freude« übersetzt. Ein Chief Joy Officer wäre demnach leicht zu verwechseln mit einem Chef-Animateur oder gar Hofnarren. Doch nichts könnte Richard Sheridan ferner liegen, als Hedonismus und Albernheiten zu propagieren.

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»Souveränität höherer Ordnung«

Als Coach habe ich meinen Weg gefunden, einen Beitrag zum gelingenden Leben zu liefern. Dabei komme ich ursprünglich aus dem Politikbetrieb, bzw. dem Öffentlichen Dienst, der wiederum politisch geführt wird. Leadership dort wird seit jeher sehr hierarchisch verstanden und gelebt. Oldschool, gewissermaßen. »Stark sein. Sagen, wo es langgeht,« wäre eine Kurzformel für das Selbstverständnis politischer Leader. Und wohl auch für das Selbstverständnis einer Mehrzahl von Leadern im klassischen Business. Ein spannendes Interview, was die taz mit dem Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen an diesem Wochenende veröffentlicht, bezeichnet dieses Führungsverhalten als »Souveräntiät erster Ordnung.« Dass dies nicht mehr zeitgemäß ist und wohl ohnehin nur einer krassen Verkürzung von verantwortlichem Denken und Handeln geschuldet, ist die Quintessenz moderner Leadership-Konzepte, wie sie u.a. von Simon Sinek, Bob Chapman oder auch Richard Sheridan verkörpert werden.

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