Leadership in Zeiten von Corona

Leadership-Beraterin und Neurowissenschaftlerin Friederike Fabritius im »Ganz Mensch sein« Interview über die Psychologie der Corona-Krise.

Wie beeinflusst Angst unsere Fähigkeit zu rationalem Umgang mit Gefahren? Welche Verantwortung tragen Entscheider in Parlament und Regierung hierbei? Wie beeinflusst das menschliche Bedürfnis nach Konformität und Zugehörigkeit zu einer Gruppe die Urteilsfähigkeit?

Diese und andere Fragen erläutert die erfahrene Neurowissenschaftlerin und Beraterin für weltweit führende Unternehmen in diesem Interview.

Webseite von Friederike Fabritius: www.fabulous-brain.com

Erkennen, was notwendig ist

Leadership ist ein scheues Reh. Es ist nicht zu verwechseln mit der Position an der Spitze einer Organisation. Nicht jede/r Vorstandsvorsitzende oder Chef (m/w/d) hat das verstanden. Gerade in der Krise ist jedoch Leadership erforderlich. Die Fähigkeit, sich als treuhänderischer Verwalter der Schicksale von Menschen zu verstehen, die sich in Obhut der Führungskraft befinden, wie es Barry-Wehmiller Chef Bob Chapman formuliert. Wie krass eine Führungskraft missverstehen kann, was das bedeutet, demonstriert ein Interview mit dem Chef der Deutschen Post, Frank Appel, in der aktuellen ZEIT.

Das Gespräch über „Vorteile der Globalisierung, das Aus seines Elektrolieferwagens und darüber, warum er sein Millionengehalt für fair hält“ offenbart im Gegenteil, wie groß die Aufgabe ist, die vor uns liegt: Um den volkswirschaftlichen Schaden nach der Epidemie wieder aufzuholen, wird es darauf ankommen, Einsatzbereitschaft, Kreativität und Innovationsfähigkeit von Unternehmen zu stärken. Dazu ist Vertrauen in und Glaubwürdigkeit von Personen und Werten erforderlich.

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